Ein Wochenende in Kärnten – Wandern, Baden & mehr

Von KlimaTicket Ö Redaktion*

Raus aus dem Alltag, rein ins Sommergefühl: Wir folgen den schattigen Wegen der Römerschlucht, pausieren am idyllischen Forstsee und werden am Hohen Kreuz mit einem atemberaubenden Blick über den Wörthersee belohnt. Zwischen erfrischenden Sprüngen ins kühle Wasser des Ossiacher Sees und einem entspannten Abend in der Klagenfurter Altstadt entsteht genau dieses leichte Sommergefühl, das noch lange nach dem Wochenende bleibt. 

Mit dem Zug von Wien nach Kärnten 

Es ist Samstagmorgen, die Sonne scheint über dem Wiener Hauptbahnhof und die Vorfreude wächst mit jedem Blick auf die AbfahrtstafelFür uns geht es mit dem KlimaTicket Ö Richtung Süden nach Kärnten, wo Erholung, Natur und kleine Abenteuer auf uns warten. 

Seit der Inbetriebnahme der Koralmbahn Ende letzten Jahres, ist Kärnten noch näher gerückt. Schnellere und direktere Verbindungen von ÖBB und Westbahn machen die Anreise von Wien nach Klagenfurt und Villach so bequem und flexibel wie nie zuvor. Doch Kärnten überzeugt nicht nur mit der einfachen Anreise, sondern auch mit glasklaren Seen, beeindruckenden Bergkulissen und zahlreichen Wanderwegen.  

Mit Frühstück vom Anker bestehend aus einem To-go-Cappuccino und einem Marillen-Limetten-Schifferl, machen wir es uns auf unseren reservierten Plätzen bequem. Das lange Wochenende sorgt für einen gut gefüllten Zug – umso mehr genießen wir es, mit unserem KlimaTicket Ö einfach einzusteigen und entspannt in den Tag zu starten. 

Während der Fahrt lese ich Suzanne Collins’ “Die Tribute von Panem: Das Lied von Vogel und Schlange”. Immer wieder blicke ich trotz spannender Kapitel aus dem Fenster und lasse die vorbeiziehende Landschaft auf mich wirken. Besonders der atemberaubende Ausblick auf den Wörthersee lässt mich innehalten und das Buch für einen Moment zur Seite legen. Vom Wiener Hauptbahnhof erreichen wir den Klagenfurter Hauptbahnhof in rund drei Stunden. 

Das Wochenende hielt einige besondere Momente für uns bereit: eine erfrischende Wanderung durch die Römerschlucht, erholsame Stunden im Strandbad am Ossiacher See und einen stimmungsvollen Abend in Klagenfurt. 

Runterkommen am Slow Trail Römerschlucht in Velden am Wörthersee 

Nur etwa zwölf Minuten vom Bahnhof “Velden am Wörthersee” entfernt beginnt unsere Wanderung. Schon nach den ersten Metern fühlt es sich an, als hätten wir den Trubel des Alltags hinter uns gelassen. Das leise Plätschern des Baches, Vogelgezwitscher und das sanfte Rascheln der Blätter unter unseren Wanderschuhen begleiten uns auf dem idyllischen Slow Trail durch die Römerschlucht.  

Obwohl es 28 Grad hat, bleibt es unter dem dichten Blätterdach angenehm schattigSonnenstrahlen brechen immer wieder durch die Baumkronen und tauchen den Weg in ein wechselndes Spiel aus Licht und Schatten. Während wir weitergehen, bleibt das Wasser und die meditative Geräuschkulisse unser ständiger Begleiter. Die Römerschlucht eignet sich perfekt für heiße Wandertage und ist das ideale Ziel für alle, die runterkommen und durchatmen wollen.  

Inmitten des Wanderwegs machen wir tierische Begegnungen: Eine Katze mit Halsband spaziert neugierig ein paar Meter vor uns durch den Wald. Kurz darauf entdecken wir ihre Besitzer:innen, inklusive einer zweiten, weißen Katze, die vorsichtig Richtung Bach tapst. 

Inmitten des Wanderwegs machen wir tierische Begegnungen: Eine Katze mit Halsband spaziert neugierig ein paar Meter vor uns durch den Wald. Kurz darauf entdecken wir ihre Besitzer:innen, inklusive einer zweiten, weißen Katze, die vorsichtig Richtung Bach tapst. 

Idyllische Wanderung rund um den Forstsee 

Unser nächstes Ziel ist der Forstseerundweg. Die Sonne steht hoch am Himmel und überall genießen Menschen das sommerliche Wetter. Einige ziehen ihre Bahnen durchs Wasser, andere entspannen auf Badetüchern am Ufer, während Stand-up-Paddler über die Wasseroberfläche gleiten und Ruderboote ihre Runden drehen. 

Nach rund zwei Stunden Wandern inklusive ausgedehnten Pausen suchen wir uns selbst einen Platz am Ufer und rasten. Im Schatten der Bäume packen wir unsere Jause aus und beobachten das lebhafte Treibenvom Wasser aus schallt immer wieder fröhliches Lachen, ein Hund fixiert konzentriert einen vorbeischwimmenden Fisch , während ein Stand-up-Paddler gelassen vorbeizieht 

Frisch erholt setzen wir unseren Weg fort. Der Wanderpfad führt uns durch den Wald und gibt immer wieder schöne Ausblicke auf den Forstsee freiUnterwegs kommen wir mit einem Paar ins Gespräch, das uns begeistert von einer Entenmama mit 14 Küken erzählt. Wir halten neugierig Ausschau und entdecken schließlich die schläfrige Entenfamilie, die an einem schattigen Plätzchen direkt am Seeufer rastet. Ein Anblick, der uns noch lange in Erinnerung bleiben wird. 

Gestärkt geht es weiter entlang des Waldwegs, der immer wieder schöne Blicke auf den Forstsee freigibt. Ein Wanderpaar erzählt uns auf unserem Weg begeistert von einer Entenmama mit 14 Küken direkt am Ufer. Wir halten Ausschau und entdecken schließlich die schläfrige Entenfamilie, die sich ein ruhiges Plätzchen zum Verweilen gesucht hat.

Aussichtspunkt Hohes Kreuz: Der perfekte Abschluss 

Kurz vor Ende unserer Wanderung entdecken wir an einer Abzweigung ein Schild: Aussichtspunkt Hohes Kreuz – 100 MeterWir sind uns einig, dass wir diesen kleinen Umweg auf uns nehmen. Nach wenigen Schritten lichtet sich der Wald und gibt den Blick frei auf ein beeindruckendes Panorama: der Wörthersee glitzert tief unter uns in der Nachmittagssonne, dahinter erheben sich die Karawanken im Horizont. Alles auf etwa 710 Höhenmetern – der perfekte Abschluss unseres gelungenen Wandertages. 

Entspannen am Ossiacher See  

Die Lage könnte kaum besser sein: Unter einer Stunde von Villach und nur wenige Gehminuten vom Bahnhof Sattendorf entfernt liegt das Strandbad Sattendorf direkt am Ufer des Ossiacher Sees. Eingebettet zwischen der Gerlitzen Alpe und den Ossiacher Tauern zählt der See zu den beliebtesten Badeseen Kärntens.  

Bereits am Eingang werden wir von einem Mitarbeiter freundlich empfangen. Kaum angekommen, eröffnet sich uns ein weiter Blick auf tiefblaues Wasser, eine beeindruckende Bergkulisse und einen scheinbar endlosen blauen Himmel. Perfektes Badewetter lädt dazu ein, ins Wasser zu springen, in der Sonne zu entspannen und einfach die Seele baumeln zu lassen.  

Bahnticket = Strandbadticket 

Vom 1. Juni bis 30. Juni 2026 gilt in Südkärnten die Aktion „Bahnticket = Strandbadticket“, bei der Bahnreisende mit der ÖBB und Westbahn freien Eintritt in 14 ausgewählte Strandbäder erhalten. Dazu zählen Badestellen an einigen der beliebtesten Seen der Region, darunter der Klopeiner See, der Turnersee, der Gösselsdorfer See und der Pirkdorfer See.  

Auch Inhaber:innen des KlimaTicket Ö profitieren von der Aktion: Vorrausetzung ist eine gültige Sitzplatzreservierung bei der  ÖBB oder Westbahn Das Strandbad Sattendorf ist zwar nicht Teil der Aktion, überzeugt aber trotzdem mit seiner unmittelbaren Nähe zum Bahnhof und der traumhaften Lage direkt am Ossiacher See.  

Abends in Klagenfurt  

Vom Klagenfurter Hauptbahnhof aus spazieren wir etwa 15 Minuten Richtung Altstadt, vorbei an ruhigen Straßen, kleinen Cafés und kleinen Geschäften. Wer möchte, kann die Strecke auch mit dem Bus zurücklegen. Wir entscheiden uns aber bewusst fürs Gehen, um die Stadt direkt zu erleben. 

Schon bald erreichen wir den Neuen Platz und damit das wohl bekannteste Wahrzeichen Klagenfurts: den Lindwurmbrunnen. Im Zentrum des Platzes verleiht der Lindwurm dem Stadtbild seit Jahrhunderten sein unverwechselbares Gesicht. Besonders am Abend, wenn das Licht weicher wird, entsteht hier eine ganz besondere Stimmung. Rund um den Neuen Platz verweilen Menschen auf den Bänken, Freundesgruppen treffen sich auf einen Drink und die Schanigärten sind gut gefüllt.  

Den Abend lassen wir schließlich in einem der zahlreichen Gastronomiebetriebe der Innenstadt ausklingen. Unsere Wahl fällt auf eine Pizza im Innenhof des Restaurants Più Piano Klagenfurt Pizza & Pasta Bar. Zwischen Lichterketten, dem lebendigen Stimmengewirr der Gäste und dem Duft frischer Pizzen stoßen wir auf ein gelungenes Wochenende an.